Manuka - Leptospermum Scoparium Geschichte

 

Durch die Eroberung Neuseelands durch Captain Cook aus England wurde die westliche Welt zum ersten mal auf Teebaum- und Manukaöl aufmerksam.

 

Die Maoris linderten und heilten die Krankheiten der Seefahrer wie aufgeplatzte Wunden, blutendes Zahnfleisch, Magen- Darm-Beschwerden und Aggressionen mit Umschlägen und Tees aus Manukablättern.

 

Daher stammt auch der Begriff "Teebaumöl". Captain Cook verzeichnete einige Rezepturen, die aber wieder in Vergessenheit gerieten.

 

Erst 1925 erregte der Manuka-Baum wieder Aufsehen. Der australische Chemiker Dr. R. Penfold hatte durch zahlreiche Untersuchungen herausgefunden, dass das aus den Blättern des Baumes gewonnene Öl mehr als zehnmal so stark gegen Bakterien und Keime wirkte wie die damals noch verwendete Karbolsäure. In Australien gehörte seitdem ein Fläschchen

Teebaumöl zur Grundausstattung der Truppen.

 

Durch das später entwickelte synthetische Antiseptikum Penicillin geriet Teebaum vor allem in Europa und Amerika in Vergessenheit, nicht aber in den Ländern des pazifischen Raumes. Seit den 30

er Jahren wird intensiv an den Wirkungen des Teebaumöles geforscht, und es werden immer wieder neue Entdeckungen gemacht: In den 60er Jahren stellte man z.B.

fest, dass das Öl die Eigenschaft hat, auch in tiefere Hautschichten einzudringen und diese zu desinfizieren - das kann eine gewöhnliche Salbe nicht!

 

Durch die Bewusstseinsänderung und fortschreitende Medikamentenentwicklung in Labors wurden synthetisch hergestellte Medikamente immer mehr bevorzugt und deren unkalkulierbaren Nebenwirkungen in Kauf genommen.

 

Erst seit den 80er Jahren steigt das Bewusstsein wieder für Naturprodukte. Man untersuchte die Teebaumöle auf schädliche Nebenwirkungen und fand keine nennenswerten!

 

Somit haben sich Teebaumöle immer mehr zur Behandlung äußerlicher und innerlicher Leiden und Beschwerden entwickelt. Von den Teebaumölen gibt es viele verschiedene, die nicht alle die gleichen Wirkstoffe und nicht alle Wirkstoffe in gleicher Menge enthalten.

 

Daher sagt die Bezeichnung Teebaumöl noch nichts über die Qualität des Öles aus. Oftmals wird auch nur ein Verschnitt aus Teebaumöl angeboten, welcher nicht das hält, was er verspricht.

 

Das besondere Teebaumöl: Manukaöl

 

Das Manukaöl setzt sich deutlich von allen anderen Teebaumölen ab. Es enthält zum einen mehr verschiedene Wirkstoffe in höherer Konzentration. Zum anderen sind diese in einer einzigartigen Kombination zusammengesetzt, so dass sie sich in ihrer Wirkung gegenseitig ergänzen. Manukaöl gilt als das "echte“ Teebaumöl, weil es alle anderen Teebaumöle in allen medizinischen und kosmetischen Anwendungsbereichen übertrifft.

 

Der Geruch des Manukaöles:


Gerüche haben in der Tier- und Pflanzenwelt eine ganz ausgeprägte Bedeutung. Der Manukabaum schützt sich mit seinem markanten Geruch vor Pilzen, Parasiten, Keimen und Bakterien.


Die Wirkung des Geruches des Manukaöles auf den menschlichen

 

Organismus:

Die Aromatherapie basiert darauf, dass mit Hilfe von Düften ganzheitlich auf Körper und Seele eingewirkt werden kann und somit einige Beschwerden gelindert werden können.

 

Die Moleküle des Manukaöles sind sehr klein und gelangen daher nach dem Auftragen oder dem Einatmen sehr schnell in den Blutkreislauf und ins Gehirn, wo sie durch bestimmte Reize unser seelisches Befinden beeinflussen. Öle wirken außerdem, ähnlich wie Hormone, wie Botenstoffe und beeinflussen daher die Steuerung unserer Organe. Sie haben hemmende, beruhigende oder anregende Eigenschaften.

 

Die Wirkstoffe von Manuka:

Die Zusammensetzung der Wirkstoffe der Teebaumöle bestimmt deren Gehalt und Wirksamkeit. Die Inhaltsstoffe von australischem Teebaum und neuseeländischem Manuka unterscheiden sich in wesentlichen Punkten. Das macht auch deutlich, warum Manukaöl besser verträglich ist und intensiver wirkt.

 

Manukaöl besteht aus vielen verschiedenen Inhaltsstoffen. Die Gesamtheit aller Stoffe in ihrer spezifischen Kombination machen das Besondere von Manukaöl aus.

 

 

 

Die wichtigsten Wirkstoffe sind:

  • Sesquiterpene (zu 2/3 im Manukaöl): sie wirken im Körper steuernd auf die ausgeschütteten Histamine, die für Juckreiz und Entzündungsreaktionen, vor allem im Zusammenhang mit Allergien verantwortlich sind. Außerdem beschleunigen Sesquiterpene das Heilen von Wunden und regenerieren Haut und Schleimhäute. Äußerlich aufgetragen beruhigen sie gereizte, irritierte Haut.

 

  • Triketone (zu 1/4 enthalten): diese Stoffe sind bisher nur in Manuka nachgewiesen und haben eine außerordentliche Wirkung auf Infekte und Pilzerkrankungen. Sie bauen Haut und Schleimhäute neu auf, fördern Wundheilung und regen das zentrale Nervensystem und die Hirnaktivität und somit die Konzentrationsfähigkeit an.

 

  • Sesquiterpenole (Konzentration von ca. 5%): wirken regulierend auf die erregenden und dämpfenden Transmitterstoffe, haben eine positive Wirkung auf die Hirnanhangdrüse und sorgen somit für einen stabilen Hormonhaushalt, der wiederum Voraussetzung für ein intaktes Immunsystem ist.

 

  • Monoterpene (ca. 3%): regen den Körper zur Produktion von entzündungshemmenden Stoffen an.

 

  • Cineol: Kommt in fast allen ätherischen Ölen vor und kann bei einer Überdosierung zu Hautirritationen führen. In Manuka ist nur ein sehr geringer Anteil von Cineol enthalten (nur 0,17%), während andere Teebaumöle einen Anteil von über 2 - 7% enthalten. Daher ist Manuka auch sehr viel besser verträglich als andere Teebaumöle. Insgesamt konnte in Labortests nachgewiesen werden, dass Manukaöl gegen manche Mikroorganismen bis zu 40 mal wirksamer ist als das australische Teebaumöl.

 

Vom Blatt zum Öl - einige Besonderheiten

Der Manukabaum gehört zur Familie der Myrthengewächse

 

  •  Das Öl kann aus Blättern, Blüten und der Rinde gewonnen werden
  •  Alle Gewächse sind sehr zäh, robust, hartnäckig und wachsen auch unter sehr schwierigen Bedingungen
  •  In Neuseeland wachsen Manukabäume hauptsächlich auf der Nordinsel
  •  Manukaöl wird aus natürlichem Wildwuchs gewonnen
  •  Die Gewinnung ist ca. dreimal so teuer wie die Gewinnung des Teebaumöles   
  • Beim Kauf sollte man darauf achten, dass das Öl "100% reines Manukaöl" heißt, ansonsten erhält man oft eine Mischung aus Manuka- und Teebaumöl
  • Der Bedarf an Manukaöl ist aufgrund der geringen Ausbeute bei der Ernte kaum zu decken (zum Vergleich: 1995 wurden 170 Tonnen Teebaumöl, aber nur 7 Tonnen Manukaöl exportiert)
  • Auf einem Hektar können 30.000 - 40.000 Pflanzen wachsen, ohne sich zu beeinträchtigen
  • Für 8 - 10 Liter Manukaöl braucht man ca. eine Tonne Blattwerk; das entspricht etwa dem Tageschneidewerk eines Arbeiters
  • Das Schneiden der Blätter schadet dem Wachstum der Bäume nicht, es fördert dieses eher
  • Der Abfall des Blattwerkes nach der Destillation wird wieder zur Düngung und zur Unkrautbekämpfung auf Feldern verwendet
  • Die Ölgewinnung erfolgt durch Destillationsverfahren (mit Heißwasserdampf)
  • Manukaöl dringt auch in die tieferen Hautschichten ein und greift somit das Übel an der Wurzel an
  • Erreger werden auch bei längerer Anwendung nicht resistent gegen das Öl

 

 

Anwendungen

 

  • Dampf-Inhalation bei Erkältungen: heißes Wasser mit etwa 3 Tropfen Manukaöl in einer Schüssel
  • Bäder: ein Vollbad mit ca. 8 - 10 Tropfen Manukaöl und etwas Sahne oder Honig (dienen als Emulgator, damit sich das Öl im Wasser besser verteilt) - zu empfehlen bei Hauterkrankungen und Erkältung. Ein Fußbad gegen Schweißfüße und Fußpilz; die Füße ca. 10 Min. in warmen Wasser mit ca. 5 Tropfen Manukaöl baden
  • Duftlampe: Wasser mit ca. 2 - 5 Tropfen Manukaöl - zu empfehlen bei Konzentrationsproblemen
  • Massage: ein Körperöl oder ein beliebiges anderes ätherisches Öl (50 ml) mit ca. 5 - 10 Tropfen Manukaöl mischen und 1 - 2 mal täglich die betroffenen Stellen massieren.
  • Manukaöl pur: erste Hilfe; Pilzerkrankungen (z. B. Fußpilz, 3 ml täglich einreiben oder bei Nagelbettentzündungen einen Umschlag mit reinem Öl machen), Herpesinfektionen, Desinfektion, z. B. bei aknefördernden Bakterien (die pure Anwendung ist nicht bei Allergikern und Babys zu empfehlen)
  • Massage von Hühneraugen, Hornhaut (macht die betroffenen Stellen weich und geschmeidig) und Warzen (entfernt diese)
  • bei leichten Verbrennungen: die betroffene Stelle zunächst mit eiskaltem Wasser lange kühlen, dann reines oder verdünntes Manukaöl als Verband auftragen, bei kleinen Schnittwunden ein Pflaster mit Manukaöl beträufeln und auf die Wunde kleben
  • Sonnenbrand: reines oder mildes Öl auf die geschädigten Stellen auftragen, lindert Schmerz und Juckreiz
  • Schuppenflechte (Psoriasis): Bäder (siehe oben), Hautpflege mit Avocadoöl, dem ein paar Tropfen Manukaöl beigemischt wurden (oder Dulcamara-Salbe mit ein paar Tropfen Manuköl mischen)