Kreislaufdenken

 

Mikroorganismen sind die Grundlage allen irdischen Lebens; sie waren nicht nur die ersten, sondern auch für die längste Zeit der Erdgeschichte die  einzigen Lebewesen und schufen durch ihre Sauerstoffproduktion überhaupt erst neue Voraussetzungen für die Entstehung von Pflanzen und Tieren.

Sie sind nicht nur zahlenmäßig die häufigsten Lebewesen auf unserem Planeten, sondern sie erzeugen auch insgesamt mehr Biomasse als alle anderen Lebewesen zusammen.

 

Alle Oberflächen – auch die der Bodenteilchen in mehreren Kilometern Tiefe oder innere Oberflächen wie zum Beispiel in unseren Verdauungstrakt – sind dicht mit Mikroorganismen besiedelt.

 

Sie sind an allen Prozessen des Lebens maßgeblich beteiligt; ohne Mikroorganismen wäre das Leben nicht möglich.

Da Pflanzen kein eigenes Verdauungssystem haben, übernimmt der Boden für sie diese Aufgabe. Nahrung in Form von organischen Stoffen wird von den dort ansässigen Mikroorganismen umgewandelt und abgebaut (verdaut), so dass sie von den Pflanzen verwertet werden können.

 

Manche Mikroorganismen leben in engen Gemeinschaften mit bestimmten Pilzen oder Pflanzen und können so ganz spezielle Aufgaben übernehmen.

 

Je vielfältiger und zahlreicher die Gemeinschaft der Mikroorganismen in einem Boden ist, umso gesündere Pflanzen kann er hervorbringen. Denn nicht nur bei Mensch und Tier ist der Darm der Hauptsitz des Immunsystems.

In gesunden Pflanzen findet man eine große Vielfalt wertvoller Inhaltsstoffe wie Vitamine, Antioxidantien, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe, die die Gesundheit der Lebewesen, die sich von ihnen ernähren, fördern.

 

Darüber hinaus beeinflussen die Mikroorganismen im Boden die mikrobielle Besiedlung der Pflanzen, was entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Lebens- und Futtermittel hat, die aus ihnen produziert werden.

Da sich in gesunden und kräftigen Lebewesen kaum schädliche und krankmachende Mikroorganismen ansiedeln können, bestehen auch die Ausscheidungen dieser Lebewesen zu einem großen Teil aus positiven und förderlichen Mikroorganismen.

 

Als Dünger ausgebracht, tragen sie dann wieder dazu bei, die mikrobielle Vielfalt der Böden zu steigern und gesunde Pflanzen wachsen zu lassen.


Fazit
Nur auf einem gesunden Boden können gesunde Pflanzen wachsen, aus denen gesunde Lebens- und Futtermittel produziert werden, die dazu beitragen, Menschen und Tiere gesund zu halten. Die Ausscheidungen gesunder Menschen und Tiere helfen als Dünger dem Boden gesund zu bleiben.