Karotten, Carotin, Krebs, Prostatakrebs, EM, Effektive Mikroorganismen
Quellbild: Kopp-Verlag Online

Länger leben mit dem pflanzlichen Antioxidans Alpha-Carotin

S. L. Baker


Vor Kurzem wurde entdeckt, dass eine bestimmte chemische Substanz überraschende gesundheitsschützende Wirkungen aufweist.

 

Wenn jemand diese Substanz in ausreichender Weise zu sich nimmt, vergrößern sich seine Chancen, für viele Jahre nicht an Herzerkrankungen, Krebs oder aus anderen Gründen sterben zu müssen.

 

Das hört sich ein bisschen nach Wundermittel oder Science-Fiction an? – Ist es aber nicht. Es geht hier um eine natürliche Verbindung, die hier und jetzt verfügbar ist – das Antioxidans Alpha-Carotin, das pflanzlichen Ursprungs ist.

 

In einer großangelegten Untersuchung, an der mehr als 15.000 Erwachsene beteiligt waren, fanden Wissenschaftler der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC heraus, dass ein hoher Blutspiegel an Alpha-Carotin mit einem deutlich verringerten Risiko einhergeht, in den kommenden 14 Jahren zu sterben. Die Studie wurde vor Kurzem in der Online-Ausgabe der Archives of Internal Medicine veröffentlicht.


Es gibt verschiedene Formen von Carotinen wie etwa Beta-Carotin und Lycopin und eben Alpha-Carotin. Alpha-Carotin ist in seiner Grundstruktur Beta-Carotin sehr ähnlich, aber Forschungen haben ergeben, dass es möglicherweise sehr viel wirksamer das Wachstum von Krebszellen in Gehirn, Leber und der Haut verhindern oder hemmen kann, berichten die CDC-Wissenschaftler.

 

»Darüber hinaus deutet eine bevölkerungsbezogene Fall-Kontroll-Studie [eine Vergleichsstudie von Patienten und gesunden Personen] zum Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Obst und Gemüse und Lungenkrebsrisiko darauf hin, dass der Verzehr von gelb-roten (Karotten, Süßkartoffeln oder Kürbis und Winterkürbis) sowie dunkelgrünen (Brokkoli, grüne Bohnen, grüne Erbsen, Spinat, Blätter von Rüben, Kohl und Kopfsalat) Gemüsesorten mit einem hohen Anteil an Alpha-Carotin mit einem stärker verringerten Lungenkrebsrisiko einhergeht, als es beim Konsum aller anderen Gemüsesorten der Fall war«, schreiben die Verfasser der Studie.


Dr. med. Dr. phil. Chaoyang Li vom CDC und seine Kollegen untersuchten die Beziehung zwischen Alpha-Carotin und dem Todesrisiko bei 15.318 Erwachsenen, die alle älter als 20 Jahre waren und an der dritten landesweiten Verlaufsuntersuchung National Health and Nutrition Examination Survey teilgenommen hatten.

 

Die Teilnehmer dieser Langzeit-Korrelationsstudie waren zwischen 1988 und 1994 medizinisch untersucht worden, wobei auch Blutproben genommen worden waren. Die Forscher gingen nun der Frage nach, wie viele und welche Personen bis 2006 gestorben waren und warum.

 

Nach Beendigung der Verlaufsuntersuchung waren bis 2006 3.810 Personen gestorben – aber das Sterberisiko lag in der Gruppe mit den höchsten Blutwerten von Alpha-Carotin am niedrigsten. Je höher der Blutspiegel von Alpha-Carotin war, desto geringer war das Sterberisiko.


So lag beispielsweise das Sterberisiko bei Personen mit einem Alpha-Carotin-Anteil von vier bis fünf Mikrogramm pro Deziliter Blut um 27 Prozent niedriger als bei Personen mit einem Alpha-Carotin-Anteil von nur null bis einem Mikrogramm. Und bei einem Anteil von neun Mikrogramm oder höher sank das Sterberisiko sogar um 40 Prozent.


Höhere Alpha-Carotin-Konzentrationen im Blut gehen zudem mit einem geringeren Risiko einher, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs und vielen andern Ursachen zu sterben.  

 

Die Wissenschaftler stellen ausdrücklich fest, dass diese Zahlen nahelegen, dass ein höherer Verzehr von Obst und Gemüse dazu beitragen kann, einen frühzeitigen Tod zu verhindern, und fordern weitere klinische Studien zu den positiven gesundheitlichen Wirkungen von Alpha-Carotin.


Quellen zu diesem Artikel unter: