MYSTERIES Nr2 – März / April 2010

 

Trotz Widerstand der Zucker-Lobby : Stevia kommt!

 

Es tut sich was rund um das „Zuckerkraut“ Stevia: Die Schweiz hat den pflanzlichen Süßstoff bereits erlaubt, Frankreich genehmigte ihn provisorisch, und die EU will in den nächsten Monaten darüber befinden, ob Stevia auch in den restlichen Mitgliedstaaten zugelassen wird.

 

Die Wissenschaftler der renommierten Universität Hohenheim sind sich sicher: „Stevia kommt – und die Ernährungsindustrie muss neue Konzepte entwickeln, wie sie diese Süssungsinnovation in ihren Produkten nutzt.“


„Stevia rebaudiana“ – auch Süssblatt oder Honigkraut genannt – gilt als echte Alternative zu Zucker: Das Kraut aus Paraguay ist 300 mal süßer und dennoch für Diabetiker geeignet. Zudem greift es die Zähne nicht an. Die europäische Zuckerbranche lobbyiert deshalb seit Jahren massiv gegen den neuen – als gesünder geltenden – Konkurrenten.


Doch während man bei der EU mit der Zulassung immer noch zögert, ist der Natur-Süßstoff in der Schweiz bereits auf dem Markt: Prominente Getränkehersteller wie Coca Cola, Pepsi und Capri Sonne haben neue „Stevia“-Produkte bewilligt bekommen.

 

Ebenso ALDI Suisse, verschiedene Süßstoff-Fabrikanten, die Handelsriesen Coop und Migros, aber auch der Kräuterbonbon-Fabrikant Ricola („Wer hats erfunden?“).


Insgesamt haben die Schweizer Gesundheitsbehörden knapp 40 Stevia-Produkte genehmigt, einige davon sind bereits im Handel.

Bald dürften wohl auch auf dem deutschen Markt Stevia-Produkte auftauchen. Denn seit 2008 attestiert die UN Stevia endlich „gesundheitliche Unbedenklichkeit“.

 

Experten bezeichnen eine EU-weite Zulassung deshalb als „sehr wahrscheinlich“. Frankreich ist mit seiner provisorischen Bewilligung des natürlichen Süßstoffs bereits vorgeprescht.

„Schneller Entscheid“ „Für die nächsten Monate erwarten wir als ersten Schritt eine Beurteilung der Europäischen Lebensmittelbehörde“, so Udo Kienle von der Universität Hohenheim. Die EU-Kommission habe versprochen, dass sie danach „schnell entscheiden“ werde.


Agrartechniker Kienle richtet deshalb mahnende Worte an die Wirtschaft: „Die Ernährungsindustrie der EU muss sich darauf vorbereiten.“

 

 

Ich danke Luc Bürgin für die Freigabe des Artikels
für "Zurück zur Natur"  >>Nachrichten<<

 


Quelle: MYSTERIES-Magazin