Lieber Leser,

im Zuge der sehr aufwendigen Restaurierung des Schaftlacher Kreuzes, entstanden die "Schaftlacher Backbücher". Bevor Sie am Ende dieser Seite die Backbücher bestellen können, hier die Historie des Schaftlacher Kreuz lesen.

 

 


Das ältere Kruzifix der Pfarr- und Wallfahrtskirche Heilig Kreuz von Schaftlach, Pfarrverband und Gemeinde Waakirchen, Dekanat und Landkreis Miesbach, wurde im Zuge der Restaurierung der Kirche
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Das ältere Kruzifix der Pfarr- und Wallfahrtskirche Heilig Kreuz von Schaftlach, Pfarrverband und Gemeinde Waakirchen, Dekanat und Landkreis Miesbach, wurde im Zuge der Restaurierung der Kirche 1999-2002 wissenschaftlich untersucht.

das Lindenholz des Korpus in der Zeit um 970 gefällt wurde. Damit gehört das Kruzifix zu den ältesten erhaltenen lebensgroßen Bildern des gekreuzigten Christus. Seine Herkunft ist rätselhaft. 1884
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Dabei stellte sich heraus, dass das Lindenholz des Korpus in der Zeit um 970 gefällt wurde. Damit gehört das Kruzifix zu den ältesten erhaltenen lebensgroßen Bildern des gekreuzigten Christus. Seine Herkunft ist rätselhaft. 1884 wurde es zum ersten Mal schriftlich in der Kirche von Schaftlach erwähnt.

Ob es mit dem alten Patrozinium der Kirche Heilig Kreuz (seit 1315 erwähnt) zusammenhängt, oder aus der Klosterkirche Tegernsee bei einer Erneuerung abgegeben wurde, steht nicht fest. Schaftlach gehörte als Filiale von Gmund zu den vom Kloster Tegernsee betreuten Kirchen.


Von Stil und Holzdatierung passt es in die Zeit als das Kloster nach seiner Brandzerstörung 975 wieder aufgebaut und 978 durch Kaiser Otto II. als Reichsabtei unter königlichen Schutz gestellt wurde. Auch die beiden anderen gleichaltrigen Kruzifixe, das Gerokreuz des Kölner Doms und das Kreuz der Stiftskirche Aschaffenburg stehen in Beziehung zum Kaiserhaus und seiner Kulturpolitik, die als ottonische Renaissance gekennzeichnet wird.

Christen glauben, dass mit dem Tod des Jesus von Nazareth seine Geschichte nicht zu Ende ist; sie bekennen, dass er von den Toten auferstanden, aufgefahren in den Himmel, wiederkommen wird zu richten die Lebenden und die Toten. Wegen dieses Glaubens an Auferstehung und Wiederkunft Christi haben Christen seit dem 4. Jahrhundert kostbare, goldglänzende Kreuze als Zeichen gestaltet und seit dem Jahre 800 in Westeuropa auch Kruzifixe mit dem lebensgroßen Bild des Herrn am Kreuz in Kirchen aufgestellt.

 

Diese frühesten Kreuze und Kruzifixe sind nicht erhalten, aber in schriftlichen Berichten und Nachbildungen überliefert. Sie zeigen Christus mit ausgebreiteten Armen vor dem Kreuz stehend, das Haupt mit geöffneten Augen umgeben von einem goldenen Nimbus mit eingeschriebenem Kreuz, und einem unversehrten Leib, in dem fünf kleine Wunden eingetragen sind.

 

Dass Jesus am Kreuz angenagelt wurde, wie wir es seit dem 18. Jahrhundert in der 11. Kreuzwegstation andächtig betrachten, wird in den Evangelien nicht berichtet; nur im Johannesevangelium werden die Male der Nägel an Händen und Füßen und die Seitenwunde erwähnt. An ihnen erkennen die Apostel den Auferstandenen als ihren Rabbi.

 

Als Erkennungsmerkmale des Auferstandenen wurden die Wundmale auch an den frühen Kruzifixen dargestellt. Sie waren noch nicht Gegenstände einer Passions- oder Herz-Jesu-Andacht. Entgegen den Berichten der Evangelien, die von der Entkleidung Jesu sprechen, wurde der Christus am Kreuz meistens mit einem langen feierlichen, königlichen oder priesterlichen Gewand dargestellt.

 

Am Schaftlacher Kruzifix ist das Lendentuch mit großem Aufwand geschnitzt. Weil der Lindenstamm nicht ausreichte, wurden auf beiden Seiten Holzstücke angedübelt, damit der Schnitzer einen feierlichen Faltenwurf in einem sorgfältig über eine dreifache Kordel gezogenen knielangen Tuch gestalten konnte.

 

Es ist von der Schnitztechnik her ein Kompromiß zwischen dem königlichen Gewand der Tradition und der in den Evangelien erwähnten Entkleidung. Entsprechend war es auch kostbar farbig gefasst: graublau mit rotem Futter und einem mit Bergkristallen besetzten Saum. Das Gesicht mit weit geöffneten braunen Augen war hoheitsvoll, lebendig. Die Herrlichkeit Gottes sollte, wie Paulus im 2. Korinther Brief schrieb, aus ihnen leuchten.

Im 12. Jahrhundert veränderte sich das Gottesbild der Christen in Westeuropa: Das Bild Gott Vaters entstand und im Kruzifix wurde Leid und Tod Jesu dargestellt. Sein Leib stand nicht mehr aufrecht vor dem Kreuz, sondern hing an drei Nägeln befestigt, schwer herunter. Die Augen waren geschlossen.

 

Später wurden noch die Dornenkrone und Blutspuren von der Geißelung zugefügt. Das „Haupt voll Blut und Wunden“ wurde wie im Hymnus „Caput cruentatum“ des 13. Jahrhunderts besungen zum Gegenstand der Andacht. Nicht nur die neu entstandenen gotischen Kruzifixe betonen diese Merkmale von Leid und Tod, auch die älteren romanischen und ottonischen Kreuze wurden dieser neuen Sicht angepasst.

 

Das Schaftlacher Kruzifix erhielt ebenfalls eine Dornenkrone; eine neue farbige Fassung zeigte die Augen geschlossen und malte Blutspuren auf Stirn, Brust und Knie des Gekreuzigten, verlegte die Herzwunde auf die gut sichtbare Vorderseite und vergrößerte die Blutbahnen aus den Wunden. Das Lendentuch, das ursprünglich ein kostbarer königlicher Rock war, wurde weiß übermalt und damit der im 13. Jahrhundert entstandenen Legende angepasst, es sei der Schleier der Mutter Jesu, den diese aus Scham und Mitleid um den nackten Leib ihres Sohnes gebunden habe. Im 14. Jahrhundert wurde der ursprüngliche, farbige Kreuzbalken durch ein grob gehobeltes, dunkel gestrichenes Bretterkreuz ersetzt. Die späteren farbigen Fassungen des 18. und 19. Jahrhunderts wiederholten dieses Farbprogramm.

In ausführlichen Untersuchungen in der Werkstatt des Restaurators Neubauer, die vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und vom Erzbischöflichen Kunstreferat begleitet wurden, konnte die Originalfassung in Spuren nachgewiesen werden.

 

Auf einer Kopie des Kruzifixes wurde sie rekonstruiert. In der Ausstellung „Kreuz und Kruzifix, Zeichen und Bild“ 2005 im Diözesanmuseum Freising waren das Schaftlacher Kruzifix und diese Kopie einander gegenüber ausgestellt und machten Sensation. Die Veränderung des christlichen Gottesbildes und des Kruzifixes, die von vielen Theologen und Kunsthistorikern beschrieben wurde, war hier ganz augenfällig, mit den Händen zu greifen.

 

In einem internationalen, wissenschaftlichen Kolloquium am 30. Mai 2005 wurden die Fragen der Datierung und Einordnung des Kruzifixes besprochen. Eine Datierung ins 11. Jahrhundert und ein enger Zusammenhang mit dem Kruzifix in Nonnberg wurden vorgeschlagen.

Für die Restaurierung des Kruzifixes wurde im Anschluß an die Ausstellung in enger Zusammenarbeit mit der Kirchenverwaltung dem Erzbischöflichen Kunstreferat und dem Landesamt für Denkmalpflege ein Konzept erarbeitet. Das Kruzifix erhielt eine neue Fassung, welche die vorhandene erhält, den Alterungszustand sichtbar lässt und die Erkenntnisse über die Originalfassung (offene Augen, weniger Blutspuren, farbiges Lendentuch) andeutet.

 

Die Arbeiten wurden in der Werkstatt des Diözesanmuseums von der Restauratorin Sabine Kroiß ausgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass die sichtbare Fassung im Wesentlichen ein Werk der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts war, aufgebracht als der Korpus holztechnisch ergänzt wurde.

 

Unter dieser graugrünen übermalung liegt eine helle Inkarnatsfassung, die nun unter Reduktion der Blutspuren wieder hergestellt wurde. Das Kruzifix erscheint damit als gealtertes geheimnisvolles Werk, das den Glauben an den Gekreuzigten im Laufe eines Jahrtausends bezeugt.

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Bewährte und erprobte Rezepte von Frauen und Männern aus und um Schaftlach sind in der 3. Auflage / 1000 / 320 Seiten mit zum teil sehr schönen Handzeichnungen.

 

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